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Gemeinwohlorientiert & Open Source Konzeptphase – wir suchen Mitstreiter:innen

450 Mio. verifizierte Identitäten.
Kein offenes Verzeichnis.
// TODO: build it Protokoll & Betrieb: Zero Trust · Zero Cloud · Föderiert · EUDI-native

Das EUDI Wallet beantwortet „ist das wirklich diese Person?“ – aber nur, wenn sie es aktiv vorzeigt. Es fehlt die Gegenrichtung: zu einer verifizierten Identität Schlüssel und Erreichbarkeit nachschlagen zu können, ohne dass die Person online ist. ROND ist ein gemeinwohlorientiertes Projekt, das dieses Verzeichnis als offenes Protokoll baut – und sucht Menschen, die es mitgestalten.

Expertise gesucht →
Vision

Warum ROND?

Ab Ende 2026 wird jeder EU-Bürger Zugang zu einem EUDI Wallet erhalten — Deutschland plant den Go-Live für Anfang 2027. Damit entsteht erstmals eine flächendeckende Identitätsschicht für 450 Millionen Menschen.

Was fehlt, ist das offene Verzeichnis darüber. Heute lösen "Sign in with Google" und "Sign in with Apple" das Passwort-Problem – aber der Preis ist die vollständige Übergabe des digitalen Identitätsgraphen an einen Konzern.

ROND will die offene, föderierte, gemeinwohlorientierte Alternative bauen — je früher ein offener Standard existiert, desto eher kann er sich gegenüber proprietären Lösungen behaupten. Das Protokoll soll den Menschen gehören, nicht seinen Erfindern, nicht Investoren, nicht einem Konzern.

Deine Identität gehört dir – nicht einem Konzern, nicht einer Cloud, nicht einem Algorithmus. Digitale Souveränität soll bei ROND aus der Architektur folgen, nicht aus einem Versprechen.

Projektstatus

  • Problemanalyse & Konzeptpapier v0.6
  • Rechtsrahmen analysiert (BGH, eIDAS 2.0, TDDDG)
  • Website & Infrastruktur aufgebaut
  • Community-Aufbau & Expertenfeedback
  • Prototype-Fund-Bewerbung (Fenster 1.10.–30.11.2026)
  • Externe Architektur-Validierung
  • Formale Protokoll-Spezifikation
  • Gemeinnützige Organisationsstruktur (bei Bedarf)

Governance

Perspektivisch: Gemeinnützige Organisation (gUG → Stiftung). Unverkäuflich, zweckgebunden. Gründung erfolgt, wenn konkrete Auslöser eintreten (Mitstreiter, Fördermittel, Spenden). Vorbild: Signal Foundation, Let's Encrypt (ISRG).

Dieses Projekt kann nicht alleine gebaut werden.

Was existiert, ist eine Problemanalyse, eine konzeptionelle Architektur und ein günstiges Zeitfenster. Die Architektur ist ein Entwurf — sie muss von Fachexperten validiert und weiterentwickelt werden. Was fehlt, sind die Menschen mit der Expertise:

Du willst erst verstehen, welche Designfragen noch offen sind? Sieh dir die offenen Designfragen an →

🔬

Kryptografie

Formale Protokoll-Spezifikation, Zero-Knowledge-Architektur, Shamir's Secret Sharing, kryptografische Sicherheitsbeweise.

ZKP · SSS · Formale Verifikation
⚖️

Recht

Erbrecht, Datenschutz (DSGVO), eIDAS 2.0, digitale Souveränität, Stiftungsrecht. Gutachten zur Protokoll-Konformität.

DSGVO · eIDAS · Erbrecht

Integritätsanker & verteilte Systeme

Bewertung der Verfahren, die als manipulationssicherer Integritätsanker der Registry in Frage kommen: Sicherheitsanalyse, Betriebskosten, formale Verifikation. Die Entscheidung ist offen.

Architekturentscheidung offen
🖥️

Infrastruktur

Betrieb von Tier-1-Nodes auf eigener Hardware. Föderierte Systeme, Netzwerk-Architektur, Hochverfügbarkeit.

Self-Hosted · Föderiert
🎨

UX & Design

Infrastruktur, die für jeden Menschen zugänglich ist – nicht nur für technisch Versierte. Komplexität verbergen, Vertrauen schaffen.

Accessibility · Trust UX
🏛️

Zivilgesellschaft & Förderung

Organisationen und Stiftungen, die kritische digitale Infrastruktur als öffentliches Gut finanzieren und unterstützen.

NGO · Public Interest Tech
Digitale Souveränität

Drei Prinzipien. Nicht verhandelbar.

Digitale Souveränität ist kein Feature. Sie ist eine architektonische Grundentscheidung, die jeden Aspekt des Protokolls durchzieht.

DIGITALE SOUVERÄNITÄT 01

Keine Secrets verlassen dein Gerät

Alle sensiblen Daten werden auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie es verlassen. Schlüssel sollen per Shamir's Secret Sharing fragmentiert werden. Zu keinem Zeitpunkt existiert ein vollständiger Schlüssel auf einem fremden System.

Betreiber verspricht, nicht zu lesen
→ Betreiber kann nicht lesen
DIGITALE SOUVERÄNITÄT 02

Keine zentrale Cloud-Abhängigkeit

Das gilt für das Protokoll und für die Betriebsinfrastruktur des Projekts — Node-Software, Registry, Hosting, CI und Forge. Kein einzelner Provider kontrolliert die Infrastruktur; verschlüsselte Shards liegen bei identifizierbaren Node-Betreibern in bekannten Jurisdiktionen. Einzelne Nodes können Cloud-Hardware nutzen, da alle Daten client-seitig verschlüsselt sind.

Abhängig von einem Cloud-Provider
→ Föderierte Architektur, cloud-unabhängig
DIGITALE SOUVERÄNITÄT 03

Kein Vertrauen nötig

Wo immer möglich ersetzt ROND Vertrauen durch Kryptografie und zentrale Instanzen durch föderierte Netzwerke. Du musst nur der Mathematik vertrauen – und die ist öffentlich auditierbar.

Vertrauen in Betreiber, AGBs, Regulierung
→ Vertrauen in Mathematik & offenen Code

Integritätsanker: offene Architekturentscheidung

Die Registry braucht einen Anker, an dem über Jahrzehnte nachweisbar bleibt, dass Regeln, Public Keys und Hashes nicht nachträglich verändert wurden. Welche Technologie diesen Anker liefert, ist nicht entschieden – die Architekturentscheidung läuft (ADR-003, Status: Vorgeschlagen). Unabhängig davon gilt: deine Inhalte verlassen dein Gerät verschlüsselt und liegen als Shards auf föderierten Nodes – nie im Klartext, nie vollständig an einem Ort.

Stand der Architekturentscheidung →

Ausgangspunkt

Das fehlende Verzeichnis.

Das EUDI Wallet beantwortet „ist das wirklich diese Person?“ – aber nur, wenn die Person es aktiv vorzeigt. Was fehlt, ist die Gegenrichtung: zu einer verifizierten Identität Schlüssel und Erreichbarkeit nachschlagen zu können, ohne dass die Person online ist.

Für Fachleute: das Key-Discovery-Problem

S/MIME und PGP scheitern seit Jahrzehnten nicht an der Kryptografie, sondern daran, dass es kein verlässliches Verzeichnis gibt, in dem sich der Schlüssel einer verifizierten Person nachschlagen lässt. Genau dieses Verzeichnis fehlt.

Identity Registry

Souveräne Authentifizierung

Ein EUDI-basiertes, föderiertes Opt-in-Schlüsselverzeichnis. Das EUDI Wallet ist eine Brieftasche, kein Telefonbuch – die Registry verbindet verifizierte Identität mit kryptografischer Erreichbarkeit. Daraus folgt "Sign in with EUDI": ohne Passwort, ohne Konzern, ohne Tracking.

Was darauf aufbauen kann

Authorization Protocol

Autorisierte Kommunikation

Wer darf mich kontaktieren, unter welchen Bedingungen, verifiziert durch EUDI-Attestierungen. Du bestimmst die Regeln. Spam wird nicht gefiltert – Spam wird strukturell unmöglich. Bestehende Messenger wie Signal oder Matrix können die API integrieren.

Legacy Protocol

Digitales Vermächtnis

Verschlüsselte Daten, die nach Tod oder Geschäftsunfähigkeit an verifizierte Empfänger freigegeben werden. Dead Man's Switch und Guardian-Verifikation – die Trigger-Logik ist deterministisch, transparent und von keiner Einzelperson manipulierbar.

Zeitfenster

Warum jetzt? Zwei Entwicklungen konvergieren.

Diese beiden Voraussetzungen existierten nie gleichzeitig. Das Zeitfenster öffnet sich Ende 2026 und wird sich schließen, sobald geschlossene Plattformen den Raum besetzen.

🪪

EUDI Wallet (Ende 2026)

EU-Verordnung 2024/1183 verpflichtet jeden Mitgliedstaat, ein EUDI Wallet bereitzustellen. Ab Ende 2027 müssen Banken, Telekommunikation, Gesundheitswesen und Very Large Online Platforms es akzeptieren. 450 Millionen verifizierte digitale Identitäten – mit qualifizierter elektronischer Signatur und selektiver Offenlegung.

Person Identification Data · QES · Selective Disclosure
⚖️

Ausgereifter Rechtsrahmen

BGH 2018: Digitaler Nachlass dem analogen gleichgestellt. § 4 TDDDG (2024): Anbieter müssen mit Erben kooperieren. eIDAS 2.0: Rechtsrahmen für EUDI Wallet und qualifizierte Attestierungen. Die Gesetze existieren – was fehlt, ist die technische Infrastruktur, die sie umsetzt.

§ 1922 BGB · DSGVO · eIDAS 2.0 · TDDDG

Von der Infrastruktur zum Alltag.

ROND baut keine Apps – ROND liefert die offene Protokollschicht, auf der Unternehmen, Behörden und die Zivilgesellschaft eigene Dienste aufbauen können.

USE CASE 01

Schluss mit Passwörtern

"Sign in with EUDI" über die ROND Identity Registry. Verifizierte Identität, einmal authentifiziert, kryptografisch abgesichert – ohne dass ein Konzern dazwischensitzt. Kein Passwort. Keine SMS. Kein Code.

Für Dienste: Standardisierte API, die jeder Anbieter integrieren kann. Die Registry speichert keine Login-Historie und keine Nutzungsprofile.
Beispiel

Eine Physiotherapie-Praxis bietet ihren Patienten ein Online-Portal für Terminbuchung und Befunde. Statt eigene Login-Infrastruktur zu bauen, integriert sie die ROND-API – Patienten authentifizieren sich per EUDI Wallet. Kein Passwort, kein "Passwort vergessen", keine Nutzerdatenbank, die gehackt werden kann.

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USE CASE 02

Verifizierte Kommunikation

Unternehmen identifizieren sich per EUDI Business Wallet. Phishing-Mails, die vorgeben von der Deutschen Bank zu stammen, werden unmöglich – der Absender kann die EUDI-Verifizierung nicht fälschen.

Absender-Verifikation: Die Registry gibt einen Schlüssel nur zu einer EUDI-verifizierten Identität heraus – gefälschte Absender bekommen keinen.
Beispiel

Eine Hausärztin definiert in ROND: "Kontakt nur von meinen Patienten, dem Labor und der KV." Alles andere kommt gar nicht an – kein Spamfilter nötig, weil nicht-autorisierte Nachrichten strukturell nicht zustellbar sind. Ein Pharma-Vertreter müsste eine staatlich verifizierte Identität haben UND von der Ärztin individuell autorisiert sein.

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USE CASE 03

Digitales Vermächtnis

Verschlüsselte Briefe an Kinder, die erst nach dem Tod freigegeben werden. Strukturierte Übersicht aller Online-Accounts für Bevollmächtigte. Krypto-Asset-Vererbung, vorgesehen per Shamir's Secret Sharing. Vorsorgevollmachten mit digitaler Aktivierung.

Empfänger-Seite gelöst: Empfänger werden über EUDI-Attribute identifiziert – kein Krypto-Wissen nötig, kein Vorab-Onboarding.
Beispiel

Ein Freelancer hat 47 Online-Accounts, drei Krypto-Wallets und eine laufende Lebensversicherung. Er hinterlegt eine verschlüsselte Übersicht in ROND und benennt seine Partnerin als Empfängerin. Drei seiner fünf Guardians bestätigen per EUDI seinen Tod – seine Partnerin erhält Zugang. Kein Notar nötig, kein Passwort-Zettel in der Schublade, kein "ich komm nicht an seinen Laptop ran".

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USE CASE 04

Institutionelle Integration

Notare ergänzen die klassische Nachlassplanung digital. Versicherungen bestätigen Trigger-Ereignisse verifizierbar. Banken betreiben eigene Storage-Nodes. Behörden kommunizieren autorisiert mit Bürgern.

Offenes Ökosystem: Managed-Node-Betreiber, Integratoren, App-Anbieter – jeder kann auf dem Protokoll aufbauen.
Beispiel

Ein Sportverein nutzt ROND für alle drei Schichten – Mitglieder loggen sich per EUDI ein (kein Passwort-Reset-Chaos), der Vorstand ist nur für verifizierte Mitglieder kontaktierbar (kein Spam auf der Vereins-Mail), und die Zugangsdaten zum Vereinskonto sind per Legacy Protocol abgesichert, falls dem Kassenwart etwas zustößt.

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Strategie

Vom Alltagsproblem zur Infrastruktur.

Menschen wechseln nicht für Sicherheit. Sie wechseln für Nutzen – und nehmen Sicherheit als Bonus mit. Deshalb beginnt ROND nicht beim Vermächtnis, sondern beim Passwort.

1

Der Alltagshaken

"Sign in with EUDI"

Nutzer registrieren sich, weil sie nie wieder ein Passwort eingeben wollen. Die Identity Registry wird zum souveränen Identity Provider – ohne dass Google oder Apple bei jeder Anmeldung zusehen.

2

Der Aha-Moment

Autorisierte Kommunikation

Wer seine Identität bereits in der Registry hat, kontrolliert als nächstes, wer Nachrichten senden darf. Kein separater Dienst – organische Erweiterung eines bestehenden Kontos.

3

Der Vorsorge-Moment

Digitales Vermächtnis

Der Nutzer ist bereits im System, versteht die Mechanik, vertraut der Infrastruktur. Die Hürde für die Vorsorgefrage sinkt dramatisch – das Legacy Protocol wird zum logischen Abschluss, nicht zum morbiden Einstiegspunkt.

Fahrplan

Vier Phasen. Von der Spezifikation zum Ökosystem.

Phase 1

Foundation

Q3 2026 – Q1 2027
  • Protokoll-Spezifikation Identity Registry (offen – ursprünglich für 2026 geplant)
  • Architekturentscheidung Integritätsanker
  • Prototype-Fund-Bewerbung (Fenster 1.10.–30.11.2026)
  • Rückmeldung Prototype Fund (März 2027)
  • Gemeinnützige Organisationsstruktur vorbereiten
  • EUDI-Integration über SPRIND Sandbox
  • Open-Source-Repository & Community
Phase 2

Alltagsnutzen

Q2–Q4 2027

Setzt eine Förderzusage voraus. Ohne Bewilligung verschiebt sich diese Phase.

  • Förderzeitraum Prototype Fund (Juni–November 2027, bei Bewilligung)
  • "Sign in with EUDI"-API produktionsreif
  • Erste föderierte Nodes & öffentliche API
  • Erste Dienst-Integrationen (Matrix-Ökosystem)
  • Unabhängiger Sicherheitsaudit
  • Tier-1-Betreiber & Community-Node-Software
  • Enterprise-API-Spezifikation
Phase 3

Erweiterung

Q1–Q4 2028
  • Produktivbetrieb der Registry
  • Authorization Protocol & Messenger-Integration
  • Legacy Protocol: Dead Man's Switch MVP
  • Guardian-System & Multi-Party-Verification
  • Enterprise-API für Notare & Versicherungen
  • Mobile Apps (iOS / Android)
Phase 4

Ökosystem

ab Q1 2029
  • Shamir's Secret Sharing für Krypto-Assets prüfen
  • Offener Governance-Prozess für Protokoll-Weiterentwicklung
  • Ereignisbestätigung durch Sterberegister
  • Erweiterung: Signal, Threema, XMPP, E-Mail
  • Überführung in rechtsfähige Stiftung
  • Internationalisierung über EU hinaus
Nächster Schritt

Ein Konzept sucht Mitstreiter:innen.

Das EUDI Wallet kommt Ende 2026 / Anfang 2027. Die Infrastrukturschicht darüber wird gebaut werden — die Frage ist, ob sie offen und föderiert sein wird oder geschlossen und kommerziell.

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